Lesung und Gespräch mit Hannes Bajohr

By Benjamin Ryser

Lesung und Gespräch mit Hannes Bajohr

Hannes Bajohr («Halbzeug») liest und diskutiert über digitale Literatur
Moderation: Colin Schatzmann

Die Digitalisierung ist als zeitgeistiges Phänomen in aller Munde – sie scheint in alle Lebensbereiche vorgedrungen oder zumindest herbeigeschrieben worden zu sein. Wie verhält sich die Literatur zu Themen wie Big Data, KI und überhaupt Schriftlichkeit im digitalen Raum? Wie lassen sich Chatverläufe, Instafeeds, Tweets und botgenerierte Texte als Rohmaterial nutzen und literarisieren?
Hannes Bajohr hat in einer «digitalen Poetik» Antworten auf diese Fragen gefunden. In seinem aktuellen Lyrikband «Halbzeug» (Suhrkamp 2018) nutzt er beispielsweise digitalisierte Textkorpora von Kafka, den Brüdern Grimm oder auch von Management-Ratgebern, um in computergestützten Schreibprozessen neue, komische und gescheite Texte zu schaffen.

Hannes Bajohr, geboren 1984 in Berlin, wo er auch lebt. Studierte Philosophie, deutsche Literatur sowie neuere und neueste Geschichte an der Humboldt-Universität und wurde an der Columbia University, New York, mit einer Dissertation über Hans Blumenbergs Sprachtheorie promoviert. Er arbeitet am Zentrum für Literatur- und Kulturforschung, Berlin.

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